die richtige Bremsung |
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Richtiges Bremsen ist eine der essentiellsten Bereiche beim Bewegen von Fahrzeugen. Im weiteren werde ich speziell auf das Bremsen eines Autos eingehen. Jedoch ist das hier Geschriebene natürlich auch, vom Verständnis aus gesehen, auf Moped, Motorrad ja sogar im übertragenen Sinn auch auf das Fahrrad anwendbar. Autofahren lernt man durch üben, nur wo und wann kann man schon, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden oder zu ärgern, das richtige Bremsen üben. Wohl nur, wenn man allein auf weiter Flur unterwegs ist oder in einem speziell für diese Übungen gebauten Zentrum – dem Fahrsicherheitszentrum. Hier kann man gefahrlos alles das üben, was im normalen Straßenverkehr nicht möglich ist. Hier haben sie mehrere Versuche um eine Situation zu bewältigen – im realen Leben auf der Straße haben sie genau EINEN und dieser muss funktionieren! |
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Wir unterscheiden von folgende Arten der Bremsung:
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Die Notbremsung Bei dieser Bremsart haben wir in unserem Auto mit einem Stressmoment umzugehen, welcher sich aus einer unerwarteten Gefahrensituation (Kind springt auf die Fahrbahn, Mutter schiebt den Kinderwagen zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn, wir fahren auf der Autobahn auf ein Stauende auf, …) heraus ergibt. Da diese Art der Bremsung nicht alltäglich ist, gehört sie immer wieder geübt. Dies nicht zuletzt deshalb, um von der Reaktion des Autos auf das explosionsartige Betätigen des Bremspedals nicht überrascht zu werden. Moderne Autos verfügen bereits standardmäßig über ein ABS (Anti Blockier System). Auf selbiges werden wir noch im Text genauer eingehen. Jetzt nur, zur Erklärung auf die „Reaktion des Autos“, soviel – im Fortgang einer Notbremsung öffnet und schließt das ABS Magnetventile an den Radbremszylindern. Dadurch wird ein Blockieren der Räder verhindert. Jedoch äußert sich dieses Öffnen und Schließen dieser Magnetventile durch ein Vibrieren des Bremspedals. Kennen sie dieses Vibrieren nicht, bekommen sie zum Stressmoment, welches der Auslöser der Notbremsung war, noch ein Stressmoment durch dieses vibrierende Bremspedal dazu, welches zu ihrer Verunsicherung beitragen kann. Weitere entscheidende Faktoren, speziell im Rahmen einer Notbremsung, sind:
Und somit gemeinsam „der Anhalteweg“.
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Der Reaktionsweg Wie wir aus der Fahrschule sicherlich noch wissen, ist der Reaktionsweg die Wegstrecke, in der das Auto ungebremst zwischen dem Erkennen der Gefahr und Einsetzen der Bremswirkung unterwegs ist. Diese Reaktionszeit kann, je nachdem wie konzentriert und talentiert die Person hinter dem Lenkrad ist, zwischen Sekundenbruchteilen bis zu endlos scheinenden Sekunden differieren. Halten wir uns einmal folgendes vor Augen. Der Gesetzgeber billigt uns Autofahrern eine Reaktionszeit von 1 Sekunde zu. Wie bereits in der Fahrschule vermittelt, errechnet sich der Reaktionsweg (als Faustformel) aus:
Beispiel: (50 : 10) x 3 = 15 m D.h. bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt der Reaktionsweg 15 m. Dies heißt weiter, dass wir uns ungebremst 15 m auf die Gefahrensituation zu bewegen (etwa einen Fußgängerübergang). Wie bereits angesprochen, können wir durch konzentriertes Fahren diese Reaktionszeit verkürzen. Eine Verkürzung auf ½ Sekunde würde eine Halbierung der ungebremsten Fahrtstrecke nach sich ziehen = 7,5 m. Auch diese Distanz ist noch viel, doch können die gewonnenen 7,5 m eine Entscheidung zwischen, so dramatisch es auch klingen mag, Leben und Tod darstellen. Unbestritten ist, dass ein Telefonat mit dem Mobiltelefon, ein Hantieren mit dem Navigationssystem, ein CD-Suchen im Handschuhfach, usw. einer Verkürzung der Reaktionszeit nicht zuträglich ist. Weiters, dies soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, führt auch Alkoholisierung, Drogenkonsum und die Einnahme von Medikamenten (den Arzt fragen) zu einer Verlängerung der Reaktionszeit. Der Bremsweg Dieser beginnt, per Definition, mit dem Einsetzen der Bremswirkung und endet mit dem Stillstand des Autos (hoffentlich vor der Gefahrenstelle). So wie wir zur Verkürzung des Reaktionsweges selbst etwas beitragen können, sind wir beim Bremsweg weitestgehend von äußeren Einflüssen abhängig.
Ein weiteres, das wir uns vergegenwärtigen sollten ist, wie bei den Faktoren bereits erwähnt, die unterschiedliche Beschaffenheit des Untergrundes. Denn, referenziert auf eine trockene Fahrbahn wird der Bremsweg auf:
Selbstverständlich gibt es auch für die Berechnung des Bremsweges eine Formel, welche auf einer durchschnittlichen Bremsverzögerung von etwa 4 m/s2 beruht. Real gesehen, verzögern moderne Autos wesentlich besser, jedoch kann man nicht vom Top-Sportwagenlevel ausgehen.
Der Anhalteweg Die Addition aus Reaktionsweg und Bremsweg ergibt den Anhalteweg. Dieser entspricht nun also der Wegstrecke, welche ein Auto vom Erkennen der Gefahr bis zum Stillstand (hoffentlich vor der Gefahrensituation) zurücklegt. Wenn wir dies nun auf unser Beispiel mit 50 km/h anwenden, haben wir:
Progressive Bremsung Diese Art des Bremsens wenden wir alltäglich 100te Male im Straßenverkehr an. Wir fahren zu einer Ampel, wechseln mit dem rechten Fuß vom Gaspedal auf das Bremspedal und streicheln selbiges, bis wir an der Ampel zum Stillstand gekommen sind. D.h. wir beginnen die Bremsung mit wenig Bremsdruck (geringer Druck auf das Bremspedal) und steigern den Bremsdruck kontinuierlich bis zu der Stelle an welcher wir stehen bleiben wollen. Vielfach läuft das dann so ab, dass der Bremsdruck so zaghaft aufgebaut wird, dass sich der gedachte Bremsweg vor der hinteren Stoßstange des Vordermanns nicht ausgehen würde. Somit gibt es kurz vor einem etwaigen Auffahrunfall eine freundliche Verneigung hinter dem Vordermann, da wir kurz mit voller Kraft auf das Bremspedal treten um eben einen Unfall zu vermeiden. Degressive BremsungHier ist es genau umgekehrt zur progressiven Bremsung. Wir steigen zu Beginn der Bremsung aggressiv auf das Bremspedal und bauen so bereits auf den ersten Metern des Bremsweges viel Geschwindigkeit ab (erster Bremsschlag). Erkennen wir dann, dass der Weg bis zum gesehenen Hindernis noch weit ist oder hat sich die Situation verändert (Querverkehr nähert sich rasant einer Kreuzung, bleibt jedoch vor der Kreuzung stehen), wird der Bremsdruck verringert und an die Situation angepasst dosiert.
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