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Reifenkauf ist eine Sache des Vertrauens. Nach welchen Kriterien
wird, vermehrt, eine Kaufentscheidung getroffen?
- Profildesign?
- Hersteller?
- Kaufpreis?
- Qualität?
- Empfehlung vom Fachmann?
- eigene Erfahrung?
- Meinungen anderer?
- Testberichte?
Sie sehen es auf einen Blick, es spielen viele unterschiedliche
Faktoren zusammen, welche dann die Kaufentscheidung ergeben. Unter dem
Strich ist der Kauf jedoch eine Sache des Vertrauens. Sie Vertauchen
einer Person, einem Zeitungsbericht, der Kompetenz des Herstellers u.s.w.
Jedoch, so einfach dürfen sie sich die Entscheidung nicht machen, ist
doch der Reifen die einzige Kontaktstelle zwischen Kraftfahrzeug und
Fahrbahn. In diesem Zusammenhang sollten sie auch nicht vergessen, dass
diese Kontaktstelle bei einem Auto in Summe lediglich so groß ist, wie
vier Handteller. Über diese kleinen Flächen müssen alle Kräfte
übertragen werden (Beschleunigung, Bremsung, beim Kurvenfahren und das
alles egal ob die Fahrbahn trocken, feucht, nass oder vereist ist).
Erstausstattung des Autos:
Selbstverständlich entwickeln die Reifenhersteller
ständig ihre Produkte weiter. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass
das Auto auf die Bereifung des Erstausstatters, fahrwerkstechnisch,
abgestimmt ist. Somit kann man kaum von einem Fehlgriff sprechen, wenn
sie weiterhin ein Produkt selbiger Reifenmarke wählen. Genaue
Erkundigungen sind jedoch dann angebracht, wenn sie ihr Auto mit
Sommerreifen gekauft haben und zu Beginn der Wintersaison Winterreifen
kaufen wollen (oder umgekehrt). Hier recherchieren sie am Besten bei:
- unabhängigen Reifentests (getestete
Reifendimensionen beachten)
- Autohersteller (welche Reifen werden in der
jeweiligen Saison verwendet)
- Reifenfachbetrieb ihres Vertrauens
Der folgende Artikel soll sie mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten
um das Thema "Reifen" vertraut machen und ihnen den ein oder anderen
Tipp mit auf den Weg geben (Reifen allgemein, Reifenkauf, Umgang mit den
Reifen, ...). |
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Radialreifen
Fotos: Goodyear |

Diagonalreifen
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Reifenart:
- Radialreifen
- Bei dieser Reifenbauart verläuft der Reifenunterbau (mehrlagiger
Kord- oder Stahlgürtel) in einem Winkel von 90 Grad zur
Laufrichtung (von Wulst zu Wulst).
- Diagonalreifen
- Im Vergleich zum Radialreifen wird beim Diagonalreifen das
verstärkende Gewebe in mehrere gekreuzt Lagen (etwa 40 Grad zur
Mittellinie - gesehen von Wulst zu Wulst) in die Karkasse
eingearbeitet.
Hieraus ergibt sich, im Vergleich vom Radialreifen zu Diagonalreifen,
eine gleichmäßige Druckverteilung, bessere Seitenstabilität geringerer
Treibstoffverbrauch und eine bessere Übertragung der Lenkkräfte für den
Radialreifen. Diagonalreifen werden, ob ihrer stabileren Flanke,
vorwiegend als Geländereifen eingesetzt.
Radialreifen und Diagonalreifen dürfen nicht gemeinsam auf einem Auto
verwendet werden. |
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Reifenart nach Verwendung:
- Sommerreifen
- Winterreifen
Sommer- & Winterreifen unterscheiden sich voneinander durch:
- Profil
-
Sommerreifen - ein Längsprofil (erkennbar durch Längsrillen), welches
eine gute Spurstabilität und eine gute Wasserverdrängung gewährleistet.
Hier sollte erwähnt werden, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von
80 km/h, 20 Liter Wasser verdrängt/abgeleitet werden müssen -
andernfalls entsteht das gefürchtete Aquaplaning (der Reifen kann das
Wasser nicht mehr verdrängen und schwimmt auf einem Wasserkeil auf). Der
Gesetzgeber verlautet eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm doch sollte,
der Verkehrssicherheit wegen, die Mindestprofiltiefe nicht weniger als 4
mm sein, da sonst die Aquaplaninggefahr steigt (geringere Profiltiefe =
weniger Wasserverdrängung). Da die Gummimischung des Sommerreifens den
Sommertemperaturen angepasst ist, sollte dieser ab einer Außentemperatur
von +7 Grad Celsius verwendet werden.
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Winterreifen - (Kennzeichnung am Reifen mit M&S) er besitzt,
zusätzlich zum Längsprofil, Lamellen, welche den Betrieb sowohl auf
trockener als auch auf schneebedeckter Fahrbahn ermöglichen. Um bei
tiefen Temperaturen ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit gewährleisten zu
können, haben die Winterreifen eine weichere Gummimischung als die
Sommerreifen. Dies bedeutet, dass selbige bei Temperaturen ab +7 Grad
Celsius schneller abbauen als Sommerreifen. Die gesetzliche
Mindestprofiltiefe für Winterreifen hat der Gesetzgeber mit 4 mm
festgesetzt. Die Reifen können jedoch bis auf die Mindestprofiltiefe der
Sommerreifen von 1,6 mm abgefahren werden, gelten jedoch unter 4 mm
Profiltiefe nicht mehr als Winterreifen. Dies zieht, außer einer
Polizeistrafe bei der Verwendung unter winterlichen Fahrbedingungen, im
Falle eines Unfalls auch massive Probleme mit ihrer Autoversicherung
nach sich.
- Spikereifen
- Dieser spezielle Winterreifen zeichnet sich durch, über das Profil
hinausragende Stahlstifte aus. Diese Stahlstifte überragen das Profil um
1,5 mm bis max. 2 mm und dienen der besseren Übertragung der Kräfte
(Umfangskraft, Seitenführungskraft) auf vereisten und schneeglatten
Straßen. D.h. die Spikereifen wirken sich positiv auf den Bremsweg und
die Lenkbarkeit des Autos auf sehr glattem Untergrund aus. Werden
Spikereifen verwendet, ist das Auto am Heck mit einem "Spike-Pickerl" zu
kennzeichnen. Hierdurch wird der, einem Auto mit Spikebereifung
nachfolgendem Auto in Kenntnis gesetzt, dass das vor ihm fahrende Auto
einen kürzeren Bremsweg hat und kann dadurch seinen Sicherheitsabstand
darauf einstellen. Achtung: für Spikereifen gelten andere Tempolimits (Ortsgebiet:
50 km/h, Freilandgebiet: 80 km/h, Autobahnen: 100 km/h)
- Geländereifen
- Geländereifen werden vorwiegend für sogenannte SUV
(Sport Utility Vehicle) verwendet. Hier
tragen die Reifenhersteller mit Produkten für die unterschiedlichen
Nutzungsbedingungen der Fahrzeuge insofern Rechnung, als sie Reifen für
Mischbetrieb zwischen primär Straße/secondär Gelände oder primär
Gelände/secondär Straße oder nur Gelände produziert.
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Herstellung:
- runderneuerter Reifen
- neuer Reifen
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Reifendimension:
Bevor sie den Weg zu ihrem Reifenhändler in Angriff
nehmen:
- werfen sie einen Blick auf ihre bereits am
Auto montierten Reifen und schreiben sie die Reifendimension ab oder
- wenn sie auf eine andere Dimension wechseln
wollen (z.B.: Breitreifen, andere Felgen) werfen sie auf alle Fälle
einen Blick in den Typenschein um festzustellen, welche
Reifendimension/en für ihr Auto freigegeben und somit eingetragen
ist/sind.
Sollten sie auf eine andere Reifendimension, die
nicht im Typenschein eingetragen ist, wechseln wollen, benötigen sie
eine Unbedenklichkeitserklärung vom Autohersteller, eine Bestätigung
über den sachgemäßen Umbau und sodann die Vorführung vor der
Zulassungsstelle, welche die Eintragung der neuen
Reifendimension/Felgendimension in den Typenschein vornimmt. |
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- Tubeless
- schlauchlose Reifen (Der Reifen wird auf
die Felge montiert und die Luft sodann in den Reifen gepumpt.)
- Tubetype
- Reifen mit Luftschlauch (In den Reifen
wird ein Luftschlauch gelegt und beide gemeinsam auf die Felge
montiert. Die Luft wird somit in den Luftschlauch und nicht
direkt in den Reifen gepumpt.)
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Reifenbezeichnungen:
Wer sich einmal seinen Autoreifen genauer ansieht wird feststellen, dass
dieser eine Vielzahl von Beschriftungen an seinen Wangen aufweist.
Die wichtigsten seien hier am Beispiel "M&S 195/65
R15 91T Radial Tubeless Rotation E13 DOT 2508" aufgelistet:
- M&S
- Matsch und Schnee (Winterreifen)
- Dimension 195 / 65 R 15
- 195 = Breite der Lauffläche in mm
- 65 = Verhältnis von Reifenhöhe zur
Reifenbreite (65% von 195 mm)
- R = Geschwindigkeitscode (bis 170 km/h)
- S - bis 180 Km/h
- T - bis 190 Km/h
- H - bis 210 Km/h
- V - bis 240 Km/h
- W - bis 270 Km/h
- Y - bis 300 Km/h
- ZR - über 240 Km/h
- 15 = benötigter Felden-Durchmesser in Zoll (1
Zoll = 2,54 cm)
- 91T = Tragfähigkeitsindex (in diesem Fall hat
der Reifen eine Tragkraft von 615 kg - auch als max. Load angegeben)
- Radial = es handelt sich um einen Reifen mit
radialem Aufbau
- Tubeless = Schlauchlos
- Rotation = Laufrichtungsgebunden (darf nur in
Richtung dieser Angabe auf das Auto montiert werden)
- DOT = "Department of Transportation
(US-Verkehrsministerium - es ist für Reifen-Sicherheits-Normen
zuständig)
- 2508 = Produktionswoche und Jahr (Woche 25,
Jahr 2008)
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Sicherheit:
Im Lichte der eigenen Sicherheit ist auf einen
pfleglichen Umgang mit den Autoreifen zu achten. Rufen wir uns noch
einmal in Erinnerung, dass die Reifen (hiervon lediglich die Größe vom 4
x 1 Handteller) die einzige Verbindung vom Auto zur Fahrbahn darstellen.
Alle Lenk-, Brems- & Beschleunigungskräfte werden müssen über diese
kleinen Flächen übertragen werden. Nur wenn dies optimal abläuft und die
Reifen keinen Schaden haben, können sie sich auf deren Leistung
verlassen.
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So zu parken ist hochgradig gefährlich:
Der Reifen ist, unter anderem, aus einem dünnen
Metallgewebe aufgebaut. Diese Art des Parkens kann dazu führen, dass
feine Teile des Gewebes knicken. Die Laufbewegung des Reifens kann dazu
führen, dass das geknickte Metallgewebe an der Knickstelle bricht. Nun
verliert der Reifen an dieser Stelle der Seitenwand an Festigkeit.
Hierdurch kann es zu Blasenbildungen kommen, was zum Platzen des Reifens
führen kann.
Diesem unkontrollierbaren Risiko (ein Platzer auf
der Autobahn bei 130 km/h gehört mit Sicherheit nicht zu den
interessantesten und erstrebenswertesten Ereignissen beim Autofahren)
können sie entgehen, wenn sie beim Schrägparken kurz noch einmal den
Retourgang einlegen und das Auto etwas zurück setzen. Beim Längsparken
fahren sie nicht so knapp zum Randstein, dass sie mit der Seitenwand am
Randstein anliegen oder die Seitenwand eindrücken.
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